Allendorf_Ansicht_2 Allendorf_Kirche_1 Allendorf_Ansicht_1

Erstmals erwähnt wird Allendorf an der Landsburg im Jahre 1197 in einer Urkunde des Prämonstratenserstiftes Spieskappel, das hier Einkünfte hatte. Den historischen Ortskern bildete eine hochmittelalterliche Siedlung um einen Wehrkirchturm herum. Von seiner einstigen spätgotischen Ummauerung sind noch einige Mauerreste mit Schießscharten erhalten geblieben. Aufgrund ihrer Baufälligkeit ersetzte man 1899 die alte Kirche durch die heutige Pfarrkirche. Die ältesten Bauernhäuser stammen aus der Zeit um 1700, andere vor allem aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Auf dem benachbarten Basaltkegel des Gerstenberges erbauten die Ziegenhainer Grafen 1343 die Landsburg als Gegenfeste zur Mainzischen Burg Jesberg. Sie wurde im 14. und 15. Jahrhundert an verschiedene Adelige verpfändet und verfiel schließlich im 16. Jahrhundert. Durch die Einrichtung eines Basaltsteinbruches auf dem Gerstenberg verschwanden auch die letzten historischen Siedlungsspuren (u. a. Reste einer keltischen Fliehburg und ein Aussichtsturm des Knüllgebirgsvereins von 1908). Seit 1850 führt die Main-Weser-Bahn am Ort vorbei.